Dienstag, 26. Januar 2010

Materials Ireland

Bevor es vollends in Vergessenheit gerät (und damit meine ich sowohl das Ereignis selbst, als auch den ganzen Blog hier) möchte ich nochmal über ein Ereignis berichten, dass kurz vor Weihnachten stattgefunden und für mich den bisherigen Höhepunkt meines hiesigen Aufenthalts markiert hat. Die Rede ist von der Konferenz „Materials Ireland“, welche das Tyndall Institute zufälligerweise letztes Jahr ausrichten durfte.


Und da das gerade so gut gepasst hat, durfte ich (zugegebener Maßen als Co-Autor) dort meine bisherigen Ergebnisse auf einem Poster verewigen und obendrein natürlich alle Vorträge anhören, die in den zwei Tagen so dargeboten wurden. Ehrlicherweise muss aber ich sagen, dass der Großteil mich irgendwie nicht interessiert hat, auch wenn durchaus ein paar interessante Dinge dabei waren. Das lag wiederum aber höchstwahrscheinlich am sehr breitgefächerten Spektrum an Vorträgen. Erschreckt hat mich außerdem, wie viele Dinge da tatsächlicherweise präsentiert wurden, wo man in der Uni einfach nur gedacht hat „sonen Scheiß siehst du eh nie wieder“ (an die ESMer…Stick-Slip-Versuch sagt euch ja vielleicht noch was…) Sei es drum, es war meine erste Konferenz und deshalb doch irgendwie alles spannend und gelohnt hat es sich alle mal. (zumal es kostenlos war und das Catering wirklich göttlich).


Außerdem wurde ich überraschenderweise mit zum Konferenzdinner in das 4 Sterne Hotel auf der anderen Seite des Flusses eingeladen, auf Staatskosten versteht sich. War schon ein bisschen seltsam, als Claudia (ne andere deutsche Studentin) und ich da aufgekreuzt sind, in Turnschuhen, das Fahrrad mal eiskalt an die Laterne vorm Hotel angeschlossen haben (Fahrradständer gab es da natürlich nicht…warum wohl?) und dann reingeplatzt sind von wegen: „hier sind wir, wir wollen zum Konferenz-Dinner“.


Jegliche Angst davor in gehobener Atmosphäre peinlich aufzufallen war aber dahin sobald das Dinner selbst in Gang gekommen war. Kurz vor Weihnachten bestand die Dekoration Großteils aus Tischfeuerwerk und Party-Crackern (klingt eher nach Silvester, ist in Großbritannien und Irland aber typisch weihnachtlich), welche spätestens nach der Vorsuppe auch benutzt wurden und somit doch schnell für Party-Stimmung sorgten.

Zum Hauptgang gab es übrigens Seeteufel in Schinken eingerollt, mit einer Käse-Sahnesoße und Kartoffel-Ecken …sehr lecker… und wenn man bedenkt, dass ich mich nur kurz vorher noch mit mince pies (kleine, warme, mit einer weihnachtlichen Fruchtmischung gefüllte Törtchen) vollgehauen habe, auch unglaublich sättigend.

In diesem Sinne, Party-Hut aufsetz und auf die nächste Konferenz freu.


PS: Nur um mir einen weiteren Eintrag zu sparen …das „Fress-Fest“ ging 3 Tage später weiter, als die eigentliche Weihnachtsfeier vom Tyndall und der AMSG anstand. Um euch jetzt aber nicht zu viel Hunger zu bereiten verzichte ich darauf, einzeln aufzuzählen, was ich da alles gegessen habe, es sei nur soviel gesagt…ich habe mich noch nie in meinem Leben so satt gefühlt… sogar das Atmen hat weh getan und die Busfahrt nach Hause war irgendwie kein Spaß …aber wie heist es so schön, lieber den Magen verrenken, als dem Wirt was schenken.

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