3rd October
Nein liebe Leute, ihr braucht keine Angst zu haben, ich komme nicht gleich wieder nach Hause, allerdings stell ich den heutigen Abend einfach mal unter dieses Motto, weil es anscheinend zum Irischen Nationalfeiertag, dem St. Patricks Day (15. März), eine große Zahl von Wochenendtouristen gibt, die nach genau diesem Motto 48 Stunden in Irland verbringen.
Jedenfalls hatte ich heute endlich die Gelegenheit, nach ganzen 4 Tagen (!!) Aufenthalt in Irland in einen Pub zu gehen und ein Guinness zu trinken, welches ihr, in leicht fortgeschrittenen Zustand, auch auf dem nächsten Foto bewundern könnt.
Anlass des ganzen war, dass meine Mitbewohner allesamt jedes Wochenende nach Hause pendeln und ich mir deshalb wohl oder übel Beschäftigung suchen musste. Die fand ich dann auch recht schnell über eine bekannte Kommunikationsplattform in Form der vergnüglichen Gesellschaft zweier deutscher Au Pairs (Tanja und Eva, links im Bild), sowie Alyssa, einer Au Pair aus Kanada (genauer Vancouver) und einem Iren namens John. (rechts im Bild)
Das Ziel des Abends war mehr oder weniger unbestimmt und endete darin, dass wir durch insgesamt 6 Pubs in der Innenstadt gezogen sind, und ich zum Schluss doch deutlich einen im Tee hatte. Sei’s drum, Irische Pubs sind toll. Wenn man halbwegs eine Umschreibung mit deutschen Lokalitäten treffen will trifft am ehesten eine Mischung aus Kneipe und Disco zu (zwar wiederum nicht auf alle). Soll heißen, man hat einen Ausschank, viele gemütliche Sitzgelegenheiten und irgendwo eine Tanzfläche. Am frühen Abend geht es noch genauso zu, wie in deutschen Bars auch (naja eigentlich nicht, warum, erzähl ich gleich), ab 23:00 wird dann die Musik allmählich lauter und man lädt zum tanzen ein. Das natürlich nur als grobe Richtline und Erfahrung nach 2 Wochen Irland, denn die Aufmachung des Pubs variiert sehr stark von Bar zu Bar. So hab ich zum Beispiel auch schon in einem Pub gesessen, der die Gäste auf Wunsch mit selbstgemachter Pizza versorgt hat.
Allgemein ist in den Pubs jedenfalls weitaus mehr Leben als in deutschen Kneipen. Wenn alle Plätze belegt sind schert sich hier keine Sau drum, dann werden die Tische halt voll gemacht, und im Anschluss die Gänge. Und die Iren kommen in den Pub auch bei weitem nicht nur um zu trinken oder vielleicht zum Karten spielen und Fußball schauen, nein, da sieht man durchaus auch mal eine Frau mit einem Buch in der Hand.
Außerdem sind viele Pubs, gerade am Wochenende erst ab 21, 23 oder sogar 25 Jahren zugänglich (wir sind trotzdem irgendwie reingekommen, wurden aber darauf hingewiesen uns nicht zu besaufen und nicht die Treppen runterzufallen.)
Eine weitere Sache, die mir sehr zusagt ist, dass während des ganz normalen Betriebs oft irgendwo Live Bands auftreten. So hatten wir zum Beispiel das Glück in einem der 6 Stationen (Namen weis ich leider nichtmehr) Irischen Folk dargeboten zu bekommen. Ich wurde von John dann auch grob in Irischer Instrumentation unterrichtet, und weis jetzt (zumindest theoretisch), dass „bodhrán“ so eine Art Trommel und „uilleann pipes“ die Irische Version des Dudelsacks sind.
Außerdem wurde ich von John angehalten, neben Guinness, welches dieses Jahr tatsächlicher weise seinen 250. Geburtstag gefeiert hat und in Dublin gebraut wird, auch die beiden einheimischen Stouts „Beamish“ und „Murphy’s“ zu probieren. Allesamt waren eindeutig trinkbar, obwohl Beamish meiner Meinung nach eher in den späten Abend verlegt werden sollte. Weitere bekannte Biere hier sind (neben Paulaner, Erdinger und Krombacher, ja ich war schockiert), „Foster’s“, was deutschem Bier wohl noch am nächsten kommt und „Bulmers“. Wobei letzteres in die Kategorie der Cider gehört und sich somit einen Platz in meiner Hall-of-Fame „Muss man mal probiert haben, ist wahrscheinlich auch so, schmeckt trotzdem nicht.“ sichert. Zwar trinken das die ganzen Mädels hier echt gerne, meine Meinung dazu ist aber, wenn ich Limo trinken will, kann ich das auch direkt tun und muss es nicht gleich Bier nennen.



Foster's... Nun ja... Kennst du den (Spott)Spruch dazu?
AntwortenLöschen"Foster's! It's like having sex in a canoe - Fucking close to water!"
:D
Das Beamish haben die hier im Your's Irish Pub auch. Das Murphy's ist glaub ich auch dabei. Was ist den mit Kilkenny (aka Smithwick's)? :D
AntwortenLöschenHoffentlich wird nach dem fünfmonatigen Aufenthalt keine Entzugsklinik gebraucht.
AntwortenLöschenGruß muv